| Nachstehende Texte wurden zwei Zeitungsausschnitten entnommen. In blauer Schrift habe ich anhand meiner Ahnentafeln recherchierte Personendaten hinzugefügt. |
| Woher kommt der Name „Kloster“. |
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In der Hamburger Straße ist ein Hof, der allgemein den Namen „Kloster“ trägt. Die Bewohner nennt man nicht anders als die Klosterleute. Unwillkürlich drängt sich hier die Frage auf: War es denn früher ein Kloster? Das war nicht der Fall. Nach einer Inschrift in dem Querbalken über der großen Tür des alten Klosters ist dasselbe am 27. August 1801 erbaut. Unter den Bewohnern und Besitzern des damaligen Klosters lebte eine Tante Friederika (Wulf) , die dem Lotteriespiel verfallen war. Nachdem das Silberzeug und sonstige Kostbarkeiten verspielt waren, kam ein Stück Land nach dem anderen an die Reihe, bis zuletzt auch der Hausbrief der Spielwut zum Opfer fiel. 1903 resp. 1907 starben die alten Timmermanns (Eheleute Johann Friedrich Timmermann und Maria Elsabe Suhl) und Friedrich Timmermann, allgemein bekannt unter dem Namen „Klosterfriech“, übernahm den Hof. Ergänzung zum o.a. Artikel. Wie entstand der Name „Kloster“? Unter dieser Ueberschrift veröffentlichten wir in der letzten Sonnabend-Ausgabe einen Artikel, der lebhaften Widerhall gefunden hat. So wurden uns, da keine Chroniken darüber bestehen, von noch lebenden Verwandten der Klosterinsassen einigen Aufklärungen gegeben, die wir dankbar annahmen. Es soll ja der Zweck dieser und ähnlicher Artikel sein, der Nachwelt aus Kaltenkirchens früheren Tagen etwas Gedrucktes zu hinterlassen. Dankbar sind wir jedem und jeder, die uns alte Urkunden und Schriftstücke zu diesem Zwecke zur Verfügung stellen, oder uns aus der alten Zeit erzählen. Doch nun zum Kloster. Von alten Bekannten wird uns darüber berichtet: Um 1780 herum kaufte der hier im Amt befindliche Pastor Heuer (Nicolas Eberhard Hoyer, 11.02.1731-19.12.1795) für seine Frau (Henriette Catharina Elisabeth Wendisch) und drei Töchter (Anna Christina Maria, 12.01.1767-09.05.1833, Ida Friederike Hedwig , geb. 15. 6.1768 und Sophia Margaretha Elisabeth Hoyer, geb. 7.12. 1771) sowie deren Erben einen Ruh- und Witwensitz von einem Steen. Wahrscheinlich war es der Groß- oder Urgroßvater von dem jetzigen Schlossermeister Marg Steen. Der Sohn war ein Student der Theologie, nicht Pastor. Eine andere Tante (Henriette Catharina Maria Wulf, 02.09.1790-30.01.1864) heiratete einen Landmann (Hans-Joachim)Timmermann (26.10.1787-23.04.1841), den Besitzer des Hotels „Zur Linde“ bei der jetzigen Apotheke. Aus dieser Ehe entsprossen sechs Söhne (Christian, Jochim Friedrich, Nicolas, Hans , Johann Hinrich, und Andreas) und eine Tochter (2 Töchter: Christina Sophia Magdalena und Christina Louise Johanna). Von den Söhnen lebt noch der jüngste, der 95-jährige Christian Timmermann, welcher wohl Kaltenkirchen ältester Bewohner ist. Als diese Frau Timmermann Witwe wurde, zog sie auch nach dem Kloster und so ist auch wohl ihr Sohn (Johann) Hinrich (02.04.1827-15.04.1907) später der Erbe des Besitzes geworden, der Vater von den jetzigen Geschwistern (Eduard) Friedrich (*04 Feb 1864-28.4.1945) und Alwine Christine (*28.07.1867-06.12.1940) Timmermann. Der Besitz an Land, der zu dem Kloster gehört haben soll, ist nur klein gewesen und noch heute vorhanden. Durch Fleiß und Strebsamkeit hat der jetzige Besitzer (Eduard Friedrich), unter dem Namen „Klosterfriech“ bekannt, denselben bedeutend vergrößert. Die zweite Tochter (Ida Friederike Hedwig Hoyer, geb. 15.6.1768) von Pastor Heuer heiratete nach Neumünster und zwar einen Brauereibesitzer (Hans) Hinselmann (geb.4.9.1763). So ist das Kloster vielen alten Leuten ein Ruhesitz geworden, wo sie ihren Lebensabend verleben konnten. Manch behagliches Stündchen ist dort verlebt worden. Auch auf die jetzigen Besitzer ist diese Ruhe übergegangen und wer einen Abend im Kloster zugebracht hat, weiß dass alte Gemütlichkeit, verbunden mit Friede und Eintracht dort zu Hause ist. |